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Corinna Dank
Mein erster Trip nach Afrika! Zwar habe ich in den letzten Jahren schon viel Reiseerfahrung in Australien, Neuseeland und Südostasien gesammelt, aber mir war bewusst, dass diese Reise etwas ganz besonderes werden würde. Als “Africa-First-Timer”wollte ich in kurzer Zeit möglichst viele Facetten dieses faszinierenden Kontinents kennenlernen, um mich in die Rolle unserer Reisenden versetzen zu können. Die Entscheidung, unser “vom Krüger Nationalpark an die Küste” Volunteerprojekt zu besuchen war daher schnell getroffen, die Flüge gebucht und einige Tage später war ich angekommen in einer neuen, bunten, überwältigenden Welt.
Nach einem Treffen mit unseren Programmbetreuuern in der Lidwala Lodge im wunderschönen Swasiland, dem Ausgangspunkt dieses Projektes, konnte ich die anderen Volunteers kennenlernen und wurde als Neuankömmling sehr herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen.

Gleich am nächsten Morgen ging es mit der ganzen Truppe mit dem Minibus nach Tofo, Mosambik. Eine 12-stündige Fahrt – gleichzusetzen mit einer Explosion aus Farben, Gerüchen, den verschiedensten Landschaften, Städten, Märkten und jeder Menge Menschen und Tiere – wow! Auf unserem Campingplatz angekommen, standen an den ersten drei Tagen zahlreiche Aktivitäten auf dem Plan: eine Ocean Safari, eine ganztägige Kayaktour zu einer Insel vor der Küste Inhambanes, der Besuch von Märkten und vieles mehr. Dennoch blieb den Volunteers genügend freie Zeit, um sich am Strand zu sonnen, das nahegelegene Städtchen Inhambane zu erkunden oder die Nacht in einer der Strandbars durchzufeiern. Mosambik erlebte ich als ein vom Tourismus unentdecktes Paradies aus Palmen, Meer, Sand, Sand, Sand, und wahnsinnig herzlichen Menschen. Trotz der großen Armut begegneten wir lächelnden Menschen, offenen Gesichtern und wurden mitgerissen von einer Welle von Unbekümmertheit und Lebensfreude.

Zurück in Swasiland war es mein Hauptanliegen, die sozialen Projekte zu besuchen, die jeweiligen Koordinatoren kennenzulernen, sowie die Volunteers in ihren täglichen Aufgaben zu begleiten und zu unterstützen. Die Volunteers engagieren sich zwei bzw. vier Wochen lang in einem der fünf NCPs (Neighborhood Care Points), die als Zufluchtsstätte für Waisen- und schutzbedürftige Kinder dienen. An den Nachmittagen haben die Volunteers die Möglichkeit, nach Manzini ins Krankenhaus zu fahren um dort den kranken Kindern und deren Eltern Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Keine leichte Aufgabe, aber definitiv eine Bereicherung und eine Erfahrung fürs Leben. Obwohl ich nur wenige Tage in den Projekten und im Krankenhaus verbracht habe, war ich tief betroffen von der Armut, der Hilflosigkeit und den schweren Schicksalsschlägen, mit denen die Kinder Tag für Tag leben müssen – und, wie sie diesen Umständen guten Mutes und voller Lebensfreude die Stirn bieten.

Die letzten fünf Tage meiner Tour ging es auf Safari durch den Krüger Nationalpark in Südafrika: die wilden Tiere in freier Wildbahn zu erleben, am Lagerfeuer zu grillen, zu campen und den Sonnenaufgang über der Savanne zu bestaunen, waren für mich als großer Natur-und Tierliebhaber ein absolutes Highlight! Neben den berühmten „Big Five“ (Büffel, Elefant, Leopard, Nashorn und Löwe) haben wir unzählige weitere Tierarten gesichtet und von unseren Guides eine Menge über die Tier-und Pflanzenwelt des Nationalparks gelernt. Das unvergesslichste Erlebnis war der Bushwalk mit zwei erfahrenen Rangern - wir haben uns bis auf wenige Meter an einen Löwen herangepirscht!
In einigen wenigen Sätzen kann man nicht beschreiben, was ich in diesen 2 ½ Wochen erlebt habe – ich könnte Bücher füllen, viele Dinge können nicht in Worte gefasst werden. Auf meiner Reise habe ich tolle Menschen kennengelernt, viel Faszinierendes, aber auch Erschreckendes und Trauriges erlebt, Freunde gewonnen, die Zeit genossen und mich definitiv Hals über Kopf in Afrika verliebt.
Ein Satz ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Psychology, unser Tourguide, sagte:
“To cry for sixty seconds is to lose a minute of happiness.”
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