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Tanja Reith

Thailand Volunteerprojekt mit Elefanten & Thailand Erlebnis mit Tauchkurs

Endlich! Nach meinem ersten langen Flug ganz alleine komme ich in Thailand an und alles lief perfekt: von weitem sehe ich schon meinen Rucksack auf dem Band liegen, schnappe ihn mir und als ich mich gerade auf die Suche nach dem Mann von RealGap, der mich in das Royal Hotel bringen soll, machen wollte, steht dieser schon vor mir, mit meinem Namen auf dem Schild.

Nach dem einchecken im Hotel und dann auf meinem Zimmer fiel erst einmal die ganze Anspannung von mir und mir wurde klar: du bist in Thailand, du hast das alles geschafft, ganz alleine. Schon dieses Gefühl ist unbeschreiblich und ich werde es niemals vergessen.

Was hat Dich zu dieser Reise motiviert und warum hast Du Dich für Thailand entschieden?

Das war auch einer der Gründe warum ich diese Reise gemacht habe: ich wollte eigenständig ein neues Land und eine neue Kultur kennen lernen. Von Thailand hörte ich bisher immer nur Gutes und wie wunderschön es ist, außerdem war und bin ich sehr an Buddhismus interessiert.

Wir hatten jeden Tag volles Programm: 8Uhr Frühstück, danach hatten wir etwas Freizeit und dann ging es zu diversen Tempel, zu der ehemaligen Hauptstadt von Thailand (Ayutthaya) oder auch mal in einen Zoo. Schon alleine die Fahrt zu unseren Ausflugszielen in dem Bus, der hinten offen war, war jedes Mal toll. Man konnte die Umgebung begutachten, die verschiedenen Düfte der Straßenstände zogen an uns vorbei und wie der Wind dir um dein Gesicht bläst lässt es sich einfach wunderbar nachdenken. Ich habe diese Fahrten sehr genossen.

Hast Du Dich von dem Real Gap Team gut betreut gefühlt, sowie vor als auch während Deiner Reise?

Ich bin unglaublich froh, dass ich die Reise mit RealGap gemacht habe. Durch die Checkliste zuvor, konnte ich immer überprüfen was ich noch alles erledigen muss und dort vor Ort war es viel einfacher für mich. Wenn man das erste Mal ganz alleine und so weit von zuhause weg ist, fühlt man sich doch ziemlich überrumpelt und kommt mit den vielen neuen Eindrücken am Anfang gar nicht zurrecht. Doch durch unseren ständigen Betreuer vor Ort, den man immer fragen konnte, fühlte ich mich einfach sicher. Außerdem habe ich vieles gelernt und auch vieles Erfahren, was ich, wenn ich die Reise alleine gemacht hätte, so niemals hätte erfahren können. Wir haben durch unsere thailändische Betreuerin - Paris - sehr viel über die Kultur Thailands und die Ansichten und Gewohnheiten der Mönche gelernt, was ich wirklich nicht missen möchte. Vor allem weil ich nach dem "Thailand Erlebnis" noch einen weiteren Monat ohne Real Gap dort verbracht habe, konnte ich mich schon sehr gut zurrecht finden und mir fiel vieles leichter.

Was war Dein persönliches Highlight der Reise? Was hat Dir besonders gefallen?

Das muss ich leider aufspalten, denn es gab einige Highlight während dieser vier Wochen.

Das Highlight der ersten zwei Wochen war für mich die Nacht, die wir bei den Mönchen im Tempel verbracht hatten. Dieses Erlebnis ist für einen alleinreisenden nicht möglich und es war aufregend und sehr interessant zu sehen wie die Mönche leben. Das meditieren mit den Mönchen, das frühe Aufstehen um das Essen der Einheimischen einzusammeln war beeindruckend. Die ganze Lebensweise der Mönche finde ich sehr beeindruckend (z. B. dass nach 12 Uhr Mittags nichts mehr gegessen werden darf) und faszinierend. Das hat mir sehr viel mit auf meinen Weg gegeben.

Das Highlight der dritten Woche, also meiner Trekking-Woche, war für mich die gesamte Woche Es war einfach unglaublich! Am ersten Tag sind wir neben Wasserfällen nach oben geklettert und über tiefe Schluchten gesprungen, am nächsten Tag sind wir in Höhlen durch enge schlitze und auf hohe Steinfelsen geklettert und an einem anderen Tag sind wir auf einen 1125m hohen Berg gestiegen (man muss dazu sagen, dass es vorher geregnet hatte und alles sehr glitschig und nass war, sodass wir auf dem Weg nach unten eine schöne Rutschparty hatten ) um danach unsere wohlverdiente Dusche in einem Wasserfall (!!!) zu genießen. Ich kann nur sagen, dass mir diese Woche sehr gut getan hat. Zu merken was man alles schafft und Dinge zu tun, die man sich sonst nicht getraut hätte. Das hat mir viel an Stärke und Mut gegeben.

Das Highlight meiner vierten Woche, d. h. meiner Tauchkurs-Woche war an sich auch wieder die gesamte Woche, denn das Tauchen hat jeden Tag mehr Spaß gemacht und ich war einfach der glücklichste Mensch unter Wasser. Alles war so beeindruckend und es ist wirklich eine neue Welt in die man eintaucht und alles um einen herum gerät in Vergessenheit… Unbeschreiblich! Ein Fußkettchen, dass ich auf dem Meeresboden gefunden habe, trage ich noch heute. Eines der schönsten Andenken!

Wie war Deine Unterkunft und die Mahlzeiten?

Die ersten zwei Wochen war ich im „Brown House“ untergebracht. Klar, dass das nicht die Luxusvilla war, aber ich habe dort sehr wohl gefühlt. Ich habe mein Zimmer mit drei Mädels aus England geteilt und jedes Zimmer hatte eine eigene Toilette und eine eigene Dusche. Unsere Truppe, die aus 12 Engländern und mir als einzige aus Deutschland bestand, hatte dann praktisch das ganze Haus inkl. einem schönen großen Garten mit Möglichkeiten zum Waschen oder zum rumhängen in der Hängematte für sich. Wir waren also die ganze Zeit nur unter uns, was uns als Gruppe viel enger zusammengeschweißt und uns wie eine kleine Familie werden ließ.

In der dritten Woche hatte ich mich dann für das „Trekking“ entschieden, das war auch der erste Punkt an dem wir uns von einigen verabschieden mussten, die in der 3.Woche „Teaching“ gewählt hatten. Beim Trekking haben wir in einem Zelt geschlafen, was klar nicht ganz so bequem war, aber da wir alle immer recht müde vom Tag waren hat das Schlafen dann auch ohne Probleme funktioniert.

Während meines Tauchkurses auf Koh Tao hatten wir zu zweit einen wunderschönen Bungalow, bei dem nur blöderweise die Klospülung nicht immer so funktioniert hat wie wir uns das wünschten, aber da wir auch hier immer den ganzen Tag unterwegs waren oder am Strand lagen, haben wir unser, unter anderem auch sehr heißes, Häuschen nur abends zum Schlafen betreten.

Die Mahlzeiten waren soooo lecker: Es gab Frühstück um 8Uhr, Mittagessen um 12 Uhr und Abendessen um 17Uhr. Jedes Mal gab es Obst danach und als Hauptgericht, klar meistens Reis, aber jeden Tag in den verschiedensten Varianten, sodass ich nie genug davon bekam und mich jeden Tag total auf das Essen gefreut habe.

Was würdest Du anderen Weltenbummlern mit auf den Weg geben, die sich überlegen, diese Reise zu machen?

Ich würde Euch sagen, dass ich diese Reise und meine dortigen Erfahrungen um nichts in der Welt missen möchte! Durch die Trekking-Woche habe ich soviel an Stärke und Vertrauen in mich selbst gewonnen und durch dieses Land und die Leute die dir immer helfen wenn sie nur können, habe ich Thailand lieben gelernt und auch die Unterschiede zu Deutschland sind dadurch extrem aufgefallen. Ich habe dort wieder gelernt, dass es nicht schwer ist jemanden vielleicht nur durch ein lächeln einen schönen Tag zu bescheren, was scheinbar in Deutschland durch die Hektik und die vielen Forderungen die an uns gestellt werden schier unmöglich ist. Ich wurde immer von allen Leuten freundlich empfangen und ich musste nie Angst um mein Hab und Gut haben, im Gegenteil: als ich ein paar Sachen auf dem Weg versehentlich verloren habe, ist mir ein thailändischer Mann hinterher gerannt und hat es mir zurückgegeben. Diese Ehrlichkeit und diese Fröhlichkeit, obwohl die meisten von sehr wenig Einkommen und in wirklich heruntergekommenen Häusern leben müssen, davon können wir uns alle eine Scheibe abschneiden. Das hat mich sehr beeindruckt und das sollte jeder für sich selbst einmal erleben.

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