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Sei ein Reisender – kein Tourist

Sei ein Reisender – kein Tourist

Die große Debatte: Reisen versus Tourismus!

Geht man nach dem Duden besteht kein großer Unterschied zwischen einem Touristen und einem Reisenden. Dennoch lässt das Wort Tourist Bilder von jemanden mit weißen Socken in Sandalen und geschmacklosen Shorts in einem hochkommen.

Für uns steht Reisen dafür, sich die Zeit zu nehmen über ein Land zu lernen, Respekt gegenüber seinen Bräuchen zu zeigen und seinen eigenen Horizont zu erweitern. Dem Reisenden genügt es nicht, nur die Top 5 Sehenswürdigkeiten des Landes zu sehen, er möchte eintauchen und erleben was das Land ausmacht.

Sei ein Reisender, kein Tourist - sei der sprichwörtliche frühe Vogel

Früh am Morgen ist eine gute Zeit um sich Sehenswürdigkeiten anzusehen, sofern Du es aus Deinem Bett schaffst. Die Straßen und Plätze werden weniger überfüllt und dafür mehr Atmosphäre haben. Auch die Schlangen vor Touristenattraktionen werden wahrscheinlich kürzer sein. Wenn Du ein heißes Land besuchst, wird es außerdem auch noch kühler sein.

Ein weiterer Vorteil dabei, Du wirst das Land beim Aufwachen beobachten können – Verkäufer wie sie ihren Marktstand aufbauen, Fischer die Ihren Fang einbringen oder vielleicht sogar die Sonne beim Aufgehen.

Sei ein Reisender – kein Tourist

Sei ein Reisender, kein Tourist – schließe neue Freundschaften

Zeige ein ehrliches Interessen an den Menschen die Du triffst und Du kannst einen einmaligen Einblick in ihr tägliches Leben erhalten. Wenn Du die Sprache verstehst und sie gesprächig wirken, frage Taxifahrer, Kellner oder Hostelmitarbeiter etwas über ihr Land. Viele Einheimische erzählen gerne etwas über ihre Heimat. Für Menschen, die nicht viel mit Europäern zu tun haben, wirst Du vielleicht wie ein Novum wirken. Wenn Du wirklich auf sie Eindruck machen willst gib ihnen ein kleines Souvenir von zuhause, eine Postkarte oder Broschüre zum Beispiel.

Es klingt zwar etwas übertrieben, aber Du bist in gewissem Sinne ein Bostschafter Deines Landes während Du reist. Wie Du dich verhältst wird einen dauerhaften Eindruck hinterlassen, besonders wenn normalerweise nur wenige Besucher in die Gegend kommen.

Sei ein Reisender, kein Tourist – zeige Respekt

Während Du reist, bist Du wie ein Gast in einem sehr großen Haus. Deswegen wird von Dir erwartet ihre Gewohnheiten zumindest in einem gewissen Rahmen zu respektieren. Dies gilt besonders bei Ländern mit starken religiösen Einstellungen und in ländlichen Regionen.

Das Tragen, beziehungsweise nicht Tragen, von speziellen Kleidungsstücken kann verärgern und eine Reserviertheit der Einheimischen enstehen. Das gleiche kann passieren wenn Du Dich hoffnungslos betrinkst oder öffentlich zuviel Zuneignung zeigst. Versuche Dich vor Deiner Abreise darüber zu informieren was Dich erwartet und beobachte wie sich die Einheimischen verhalten bevor Du etwas Extremes tust.

Sei ein Reisender – kein Tourist

Sei ein Reisender, kein Tourist – frage bevor Du ein Foto machst

Fotos sind fantastische Reisesouveniers und Einheimische sind häufig tolle Fotomotive. Manche Länder haben aber sehr spezielle Vorstellungen wenn es um das Fotografiertwerden geht. So dürfen im nördlichen Afrika Frauen normalerweise nicht auf Fotos und Hindus sehen es nicht gerne wenn ihre Tempel fotografiert werden.

In Marocco ist es illegal Fotos von manchen Gebäuden oder ihrem Personal zu nehmen, darunter fallen Flughäfen, Polizeireviere und Polizisten. Es zeigt also nicht nur gute Manieren, sondern ist auch intelligent um Erlaubnis zu fragen..

Sei ein Reisender, kein Tourist – Länder der Dritten Welt

Der Besuch von Ländern der Dritten Welt kann hart sein. Für die Armut der Du dabei ins Gesicht blickst, gibt es keine schnelle Lösung. Kleinen Kindern wird häufig beigebracht zu betteln, was manchmal ein störendes Ausmaß annehmen kann.

Natürlich kannst Du nicht Dein gesamtes Hab und Gut den Kindern geben, aber sie einfach wegzuschicken ist auch keine gute Lösung. Der goldene Mittelweg (soweit man hier überhaupt von so etwas sprechen kann) liegt wohl beim Verschenken von etwas Nützlichem, wie etwa einem Stift oder etwas zu Essen. Wenn Du Zeit hast und an einem sicheren, öffentlichen Platz bist, kannst Du auch mit ihnen sprechen oder spielen. Was auch immer Du tust sei nicht zu barsch mit ihnen – denke daran, dass das Geld welches Du für Postkarten ausgibst sie für einige Tage ernähren könnte.

Sei ein Reisender – kein Tourist

Sei ein Reisender, kein Tourist - kommuniziere

Deutsch wird nur in den wenigsten Ländern der Welt gesprochen, häufig kann man sich noch mit Englisch über Wasser halten. Man kann aber nicht davon ausgehen, dass es überall gesprochen wird. Höflich zu fragen: ”Do you speak English”, wenn möglich in der Landessprache wird ihnen zeigen, dass Du es nicht als selbstverständlich hinnimmst. Ein paar Wörter zu lernen wie Hallo, Danke, Bitte, Auf Wiedersehen wird Dir immer zugute kommen. Auch wenn Du es falsch aussprichst, die Menschen werden zu schätzen wissen dass Du Dir Mühe gibst und ein Fehler wird schnell das Eis brechen. Ein Lächeln ist universal!

Sei ein Reisender, kein Tourist – hänge es nicht auf die große Glocke!.

Ein Reisender zu sein erfordert ein gewisses Maß an Zurückhaltung um nicht zu offen zu zeigen, dass Du gerade auf Urlaub bist. Zeige keine Geldbündel in einer brasilianischen Favela (oder irgendwo anders), breite keine Straßenkarte am Boden des Hauptplatzes aus und gehe so als wüsstest Du wohin, auch wenn Du keine Ahnung hast.

Sei ein Reisender, kein Tourist – wir fahren im Bus nach...

Mit dem Taxi zu reisen ist verführerisch, besonders wenn sie günstig sind. Aber wenn es nicht zu gefährlich ist ermöglichen Dir öffentliche Verkehrsmittel, ein viel besseres Bild vom Alltag der Einheimischen zu bekommen. Versuche doch mal mit dem Bus, der Metro, dem Wasserbus, der Tram etc zu reisen und gleichzeitig auch noch bares Geld zu sparen.

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