Was hat Dich motiviert, eine Auszeit zu nehmen?
Ich bin ein paar Monate vorher mit der Schule fertig geworden und wollte eine Pause vor meinem Studium einlegen, um zu reisen und meine eigenen Erfahrungen zu machen. Der Zeitpunkt erschien mir passend, da man nie weiß, wann man so etwas später noch mal machen kann.
Wie hast Du Dich gefühlt, bevor Du das Programm begonnen hast?
Ich war schon zwei Monate vor Programmbeginn in Südafrika, deswegen hatte ich mich schon an vieles gewöhnt. Trotzdem war ich aufgeregt und habe mich darauf gefreut.
Wie hat Dir Real Gap geholfen? Haben wir Deine Erwartungen erfüllt?
Ja, immer wenn ich irgendwelche Fragen hatte, kam meistens am Tag darauf eine Antwort per Mail. Und selbst wenn es mal Kommunikationsschwierigkeiten gab (weil es wohl mal Probleme mit AOL gab) konnten für diese immer schnell eine Lösung gefunden werden.
Wie war die Unterkunft?
Die Unterkunft war um Welten besser als ich es erwartet hatte. Das Haus war groß, hatte eine fantastische Lage und das Essen war super.
Hat Dir das Programm gefallen – hat Dein Programm und das Reiseziel Deinen Erwartungen entsprochen?
Sowohl Programm als auch Reiseziel haben nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen, was aber auf keinen Fall etwas schlechtes war. Ich glaube selbst wenn man die Gegend schon vorher auf Bildern gesehen hätte, hätten diese nie wiedergeben können, wie herrlich die Umgebung und die Landschaft wirklich ist. Das muss man schon gesehen haben, um es sich richtig vorstellen zu können.
Auch das Projekt war zwar anders als erwartet, aber doch toll und einzigartig. Ich bin jeden Tag wieder gern hingegangen, um die Menschen dort, die Pferde und all die anderen Tiere zu sehen.
Welcher war der beste Moment Deiner Reise? Hast Du irgendwelche “stories” zu erzählen – ist Dir irgendetwas Lustiges passiert?
Für mich war jeder Tag ein einziger Spaß. Das fing schon früh morgens an, wenn man nach dem Aufstehen ins Wohnzimmer ging und dann einen Affen vorfand, der aufrecht auf seinen Hinterbeinen an der Balkontür steht und mit seiner Hand an die Tür klopft, weil er gerne eine Banane hätte. Und wenn man ihm eine gab, waren in zwei Sekunden 40 Affen da, die versuchten das Dach zu zerlegen.
Solche Dinge passierten jeden Tag, man konnte nie wissen was einen erwartet.
Was hast Du durch die Erfahrung in Deinem Programm erreicht?
Ich hoffe zuerst einmal, geholfen zu haben. Ich hoffe, dass ich eine gute Unterstützung war und man das, was ich gemacht habe auch an den Pferden, für die ich verantwortlich war, sehen konnte. Mir selber hat es wirklich Spaß gemacht.
Was hat Dir Deine Reise gebracht? Hat sie Dich verändert?
Sicher hat mich die Reise verändert, schon allein dadurch, dass ich vorher noch nie so lange von zu Hause fort war. Dadurch wird man auf jeden Fall selbstständiger und man lernt Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Durch die Reise konnte ich vor allem meine Englischkenntnisse enorm verbessern, was auf meinem weiteren Lebensweg sicher wichtig ist. Außerdem lernt man Dinge, die man zuhause hat viel mehr zu schätzen, wenn man unter Menschen gelebt hat, die gar nichts haben, aber trotzdem dafür dankbar sind und jeden Tag mit einer bewundernswerten Lebensfreude angehen.
Was würdest Du Menschen mit auf den Weg geben, die sich überlegen, die selbe Reise zu machen?
Man sollte auf jeden Fall offen sein und sich auf neue Dinge einlassen. Manchmal kann die überschwängliche Art der Südafrikaner echt aufdringlich wirken, aber man sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen die Reise zu machen, denn für mich war es eine tolle und einzigartige Erfahrung.