Mein Auslandsaufenthalt in Kanada – als Freiwillige in der Viktoria School
Ich war schon immer von Kanada fasziniert und war wirklich glücklich, als ich schließlich auf eine Agentur gestoßen bin, die beides anbietet – Work & Travel und Freiwilligenarbeit in Nordamerika.
Da ich Lehrerin werde, dachte ich mir, dass es gut wäre während meines Aufenthaltes etwas Arbeitserfahrung zu sammeln. So bewarb ich mich um eine Volunteerstelle in Victoria, British Columbia. Die Agentur, Real Gap, beschaffte mir einen Job in einem Erholungszentrum und ein Praktikum in einer Montessori Schule, welches genau das war, wonach ich solange gesucht habe. Wenn Du als Freiwilliger ins Ausland gehst, solltest Du Dir bewusst sein, dass Du nicht bezahlt wirst, allerdings brauchst Du Dich auch nicht um ein kostenpflichtiges Arbeitsvisum bewerben. Im Pearkes Erholungszentrum habe ich als Aushilfe im Summer Camp gearbeitet, was immer sehr lustig war. Es gab verschiedene Camps – Schauspiel, Kunst, Wissenschaft, Musik, Sport – und die Lehrer ermutigten mich, mich aktiv in der Organisation der Camps zu beteiligen, sodass es nie langweilig wurde. Nach der Sommerpause begann ich mein Praktikum in der Montessori Schule in Victoria. Ich genoss wirklich die internationale Atmosphäre – es gab Schüler aus verschiedenen Ländern – ich habe sogar mit ein paar Koreanern gearbeitet.
Real Gap hat mich an eine sehr nette Familie vermittelt, ein junges Paar mit 2 Kindern und einem Hund. Ich hatte mein eigenes Zimmer und mein eigenes Bad und ich habe mir die erste Etage mit einem Austauschschüler aus Mexiko geteilt. Für gewöhnlich kommt die Familie zum Frühstück und Abendessen zusammen – mein Gastvater war ein sehr guter Koch! – und ich habe das kanadische Familienleben sehr genossen. Wir haben oft zusammengesessen, ein Glas Wein getrunken und uns über verschiedene Länder und Kulturen unterhalten, und sie waren dazu bereit alle meine typisch deutschen Fragen zu Kanada zu beantworten. Es war zugleich schön, unabhängig zu sein und eine Familie zu haben, die mich unterstützt.
Wenn ich mich verloren fühlte, nicht wusste welchen Bus ich nehmen soll oder einfach wissen wollte, wo ich die besten Bars und Clubs finde, konnte ich immer die Partnerorganisation von Real Gap anrufen – sie waren sehr fürsorglich und nahmen immer meine Anrufe entgegen. Sie betreuen Volunteers aus der ganzen Welt und so kamen wir oft zusammen, um über unsere Erfahrungen zu berichten oder einfach ein Bier zu trinken und eine Weile zu relaxen. Und – glaub es oder nicht – ich habe während ich in BC war nicht einen einzigen Deutschen getroffen.
Falls Du daran interessiert bist als Freiwilliger nach Kanada zu gehen, empfehle ich Real Gap sehr. Sie sind fürsorglich und versuchen wirklich Deine Erwartungen zu erfüllen. Was mich betrifft, haben sie meinen Aufenthalt zu einer einzigartigen und wundervollen Erfahrung gemacht.