Was hat Dich motiviert, eine Auszeit zu nehmen?
Abi, was nun? Für mich war klar - nicht sofort an die Uni, sondern ein Jahr überall dahin reisen, wo ich keine Ahnung hatte was mich erwarten würde. Ganz früh schon stand fest - ich will mit der transsibirischen Eisenbahn fahren. Vor allem die Geschichte Russlands und Chinas hatte mich schon immer fasziniert und hey, was in der Schule schon spannend ist, musste doch in Wirklichkeit noch um ein Vielfaches aufregender sein.
Wie hat Dir Real Gap geholfen? Haben wir Deine Erwartungen erfüllt?
Mir war recht schnell klar, dass ich, gerade 19, nicht allein von St. Petersburg nach Peking reisen würde - meine Familie wäre wohl auch wenig begeistert gewesen. Allzu sehr einschränken lassen wollte ich mich aber auch nicht, es sollte ja trotzdem meine ganz eigene Erfahrung werden.
Schließlich bin ich dann auf die Internetseite von Real Gap gestoßen und war gleich von dem unglaublichen Angebot und dem Team so begeistert, dass ich letztendlich mit Real Gap nicht nur meine Transsibfahrt, sondern auch mein 3-monatiges Volunteer-Programm in Indien organisiert habe.
Welcher war der beste Moment Deiner Reise?
In den 3 Wochen mit der Transsib, in denen ich übrigens 5 Zeitzonen durchquerte, habe ich jeden Tag soviel erlebt, wie vielleicht sonst nicht in einem Monat.
Die 3 Tage durchgängig Zugfahren standen den Tagen in St.Petersburg, Moskau, Irkutsk, Ulan Bataar und Peking in Nichts nach.
Die extremen Dimensionen, die verschiedenen Menschen, das Essen, die Natur, das Rattern des Zuges, das Wetter, dass sich von Stadt zu Stadt ändert..., das alles macht den Mythos Transsib aus - der ganz zu Recht so viele Menschen begeistert.
Hat Dir das Programm gefallen - haben Dein Programm und das Reiseziel Deinen Erwartungen entsprochen?
Das unvergessliche Russland-Erlebnis endete mit einer Wanderung auf der Chinesischen Mauer und für mich ging es dann weiter nach Indien - das nächste große Abenteuer.
Indien ist ein faszinierendes Land mit so vielen unterschiedlichen Eindrücken: Die Menschen, das Essen, der chaotische Verkehr, die Hitze, die Farben, aber auch die Armut. Es ist einfach unmöglich all meine Erlebnisse in ein paar Sätzen in Worte zu fassen, da Indien so viel zu bieten hat.
Im Rahmen meines Volunteer-Projekts unterrichtete ich Englisch an einer Schule in dem kleinen Dorf Bijanbari, etwa 2 Stunden von Darjeeling entfernt. Anfangs konnten „unsere“ Schüler nur sehr wenig Englisch sprechen, dafür waren aber alle unglaublich interessiert und motiviert irgendwie den Unterricht mitzugestalten. Am Nachmittag spielten, sangen oder bastelten wir mit den Kindern.
Was hat Dir Deine Reise gebracht? Hat sie Dich verändert?
Der Ausdruck „jeden Augenblick leben“ hat erst in Indien für mich eine richtige Bedeutung bekommen und jedes Erlebnis war so unglaublich intensiv, dass, zurück in Deutschland, mir erst einmal alles grau und trist erschien.
Was würdest Du Menschen mit auf den Weg geben, die sich überlegen, die selbe Reise zu machen?
Selbst aktiv in einer Dorfgemeinschaft mitzuarbeiten und - wenn auch auf eine besondere Art - dazu zu gehören, ist eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann - sei es nun in Indien oder anderswo. Man erlebt einfach eine unvergessliche, einzigartige Zeit und sobald sich mir die nächste Gelegenheit bietet wieder aufzubrechen, bin ich sofort dabei!