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Andrea Stockinger

Guatemala Tierschutz & Auswilderung

Was hat Dich zu dieser Reise motiviert und warum hast Du Dich für Guatemala entschieden?

Die Lust ein fernes Land, dessen Kultur, Menschen und Tierwelt kennenzulernen.

Hat das Programm und das Reiseziel Deinen Erwartungen entsprochen?

Ja.

Hast Du Dich von dem Real Gap Team gut betreut gefühlt, sowie vor als auch während Deiner Reise?

Ja, sehr gut, obwohl ich während meiner Reise nichts gebraucht habe. Die Notfall-Telefonnummer hat mir allerdings eine gewisse Sicherheit gegeben.

Was war Dein persönliches Highlight der Reise? Was hat Dir besonders gefallen?

Die Arbeit mit den Tieren. Ich war einem Gehege mit drei Brüllaffen zugeteilt, die demnächst glücklicherweise freigelassen werden können. Es war genau die Art von Tätigkeit, die ich mir für meine Reise erträumt hatte. Dreimal am Tag brachte ich den Tieren Futter; reinigte Futterplatz und Käfig; beobachtete ihr Verhalten und dokumentierte dies. Spannend wurde es, wenn eine Gruppe freilebender Brüllaffen auf Besuch da war, was alle paar Tage vorkam, und sich in den Bäumen über dem Käfig niederließ - großes Brüllaffengebrüll draußen und drinnen.

Es ist faszinierend, wenn man durch das Arcas-Gelände geht, links und rechts die verschiedensten Arten von Eidechsen davonhuschen sieht, Kolibris direkt vom eigenen Zimmer aus beobachten kann, sich den Weg mit Blattschneiderameisen teilt (gut sichtbar mit ihrer Last leuchtend grüner Blattteile), freilebende Schlangen beim Verschlingen von Fröschen im Unterholz entdeckt u.v.m.

 

Was würdest Du anderen Weltenbummlern mit auf den Weg geben, die sich überlegen, diese Reise zu machen?

Die Anlage liegt sehr schön - mitten im Wald mit Zugang zum See, den wir alle geliebt haben. Nach den Anstrengungen des Tages war es eine Wohltat ins Wasser zu springen und sich einfach darauf treiben zu lassen.

Die Arbeit zwischen den Fütterungszeiten ist zum Teil sehr anstrengend, besonders in der großen Hitze - immer wieder müssen sehr schwere Dinge geschleppt werden. Ich war über mich selbst erstaunt, wie gut ich mit der körperlich harten Arbeit zurechtgekommen bin. Meiner allgemeinen Kondition haben die vier Wochen auf jeden Fall gerade deshalb sehr gut getan.

Zweimal pro Woche bringt das Arcas-Boot die VolontärInnen nach Flores. Hier gibt es Wäschereien, Internet-Cafés und die Möglichkeit Souvenirs einzukaufen. Mit dem Tuk Tuk gelangt man sehr günstig in den Nachbarort Santa Elena, wo es einen großen Supermarkt gibt. Viele haben da Köstlichkeiten zur Aufbesserung der Mahlzeiten erstanden.

Der bei Real Gap inkludierte zweitägige Ausflug nach Tikal ist, abgesehen von der Besichtigung der alten Maya-Kultstätte, auch sonst eine einzige Wohltat - 4Sterne-Hotel, gutes Essen, erfrischender Swimmingpool. Für mich waren diese beiden Tage die einzigen „freien“ in den vier Wochen. Ich habe sie sehr genossen.

 

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